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Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)

ist ein gesetzlich anerkanntes tiefenpsychologisches Verfahren. Diese Therapieform nutzt den Tagtraum und die Phantasie des Klienten.
Durch das Eintauchen in das Vorstellungsbild verdeutlicht sich die innere Situation. Konflikte, aber auch wichtige Ressourcen können auftauchen und bearbeitet werden.
Auch Probehandeln und Ausprobieren neuer Verhaltensweisen und Beziehungsformen sind möglich.
Das Beiwort "katathym" deutet hin auf das „stürmisch Bewegte“, „die Lebenskraft“, „die Gemütsbewegung“.

Wie ist eine Therapiestunde gestaltet?

  • Die Stunde beginnt immer mit einem Gespräch, um Ihre momentane Situation zu erfassen.
  • Die Imaginationsphasen können unterschiedlich lang dauern (zwischen 10 und 40 Minuten) und unterschiedlich häufig eingesetzt werden (jede 2. oder 3. Sitzung oder seltener).
  • Die Therapiestunde endet wieder mit einem Gespräch (zumindest: Was klingt nach von den Bildern).

Wie beginnt eine KIP - Therapie?

  • Zuerst bemühe ich mich, einen Überblick über Ihre aktuelle Lebenssituation zu gewinnen. Dabei interessieren mich besonders Ihre zentralen Konflikte, Ihr Beziehungserleben, Ihre Ressourcen und Ihre Ziele.
  • Dann machen Sie eine kleine Übung, den „Blumentest“.

Was ist der Blumentest (der initiale Tagtraum)?

  • Sie entspannen sich, schließen ev. die Augen und stellen sich irgendeine Blume vor, die gerade vor Ihrem Ihrem inneren Auge auftaucht. Diese beschreiben Sie und ich begleite Sie dabei.
  • Nachdem Sie diese Vorstellung beendet haben, stellen Sie wahrscheinlich überrascht fest: Die Art der Blume hat etwas mit Ihnen zu tun. Es gibt ja große und kleine, Strahlende und unscheinbare Blumen; verwurzelt und unverwurzelte, üppige und halb vertrocknete, allein stehende und solche in Gruppen. Was für eine Blume aus der Vielfalt der Möglichkeiten entsteht, ist kein Zufall.
    Wichtig bei der Interpretation: Ihre Sichtweise – denn „die Symbole sind vielfach kodierte Kunstwerke, die sich kaum jemals 1:1 übersetzen lassen“ (Ullmann, 1997).

Wie wirkt die KIP?

  • Konflikte werden auf der Symbolebene verdeutlicht und bearbeitet.
  • Affektive Lücken und Defizite werden aufgefüllt. Im geschützten Raum der Entspannung tauchen sonst verdrängte, verleugnete und abgewehrte Impulse auf und werden in imaginativen Handlungen befriedigt.
  • Durch die spontane Entfaltung der Kreativität entdecken Sie von sich aus neue Lösungen für Probleme und probieren neue Erlebnismöglichkeiten aus. (Leuner 1985).

Wie wird die Imagination begleitet?

Die Begleitung ist freundlich gewährend und empathisch mitschwingend. Manchmal ist es notwendig, strukturierend einzugreifen oder positiv zu unterstützen, Wünsche ernst nehmen und weiter helfen. Dadurch wird Ihre Selbstfürsorge gefördert.

Was geschieht nach der Imagination?

  • Sie werden angeregt, Ihr Bild nachwirken zu lassen. Sie können es zu Hause malen oder aufschreiben. Dadurch entstehen wieder neue Einfälle und Ideen.
  • Oft tauchen in der Nachbearbeitung typische Beziehungsmuster oder eigene Vorlieben und Abwehrhaltungen deutlich auf, ebenso auch oft neue Aspekte und neue Ziele.

Wie verläuft die Therapie dann?

Anhand von Standardmotiven bearbeiten wir zentrale Bereiche wie Aggression, Sexualität, Ihr Selbstbild, Nähe und Distanz und all das, was für Sie gerade wichtig ist.

Wann ist eine KIP – Therapie sinnvoll?

  • für die Behandlung psychosomatischer Krankheiten.
  • für Borderline – Patienten
  • für Angstpatienten
  • für die Behandlung von Depressionen und Zwängen
  • für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen.
  Dr. Barbara Laimböck | Rudolfsplatz 6 / 6 | 1010 Wien | Telefon: 0676 / 612 86 31 | barbara.laimboeck@chello.at